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Mehr Funktionen für das Event-Sourcing

Präzisere Konsistenzkontrolle, digitale Signaturen und eine verwaltete Cloud-Version: Das bringt die Version 1.1 der EventSourcingDB.
EventSourcingDB
© EMGenie

Wer Event-Sourcing ernst nimmt, stößt früher oder später auf die Frage: Wie lässt sich Konsistenz präzise steuern – ohne an Performance zu verlieren? Genau hier setzt die EventSourcingDB an. Mit dem Release der Version 1.1 zeigt die native web GmbH aus Freiburg im Breisgau, dass es in Sachen Event-basierte Systeme noch viel Luft nach oben gibt.

Beim Event-Sourcing wird nicht der aktuelle Zustand eines Systems gespeichert, sondern die komplette Abfolge aller Änderungen – als sogenannte „Events“. Eine EventSourcing-Datenbank speichert also nicht einfach nur „der User heißt jetzt Z“, sondern: „User wurde erstellt“, „Username wurde geändert“, „Status wurde aktualisiert“ – und zwar chronologisch. Der Vorteil: Alle Zustände sind rekonstruierbar, und Geschäftsprozesse werden transparent nachvollziehbar.

Mit der neuen Version von EventSourcingDB lassen sich Konsistenzgrenzen nun dynamisch per EventQL definieren. Dank sogenannter Preconditions kann die Datenbank vor dem Schreiben von Events prüfen, ob bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Damit wird erstmals möglich, unterschiedliche Konsistenzmodelle innerhalb desselben Systems präzise zu steuern – mal strikt, mal eventually consistent, je nach Bedarf.

Auch die Absicherung der gespeicherten Events wird gestärkt: Ab sofort können Ereignisse mit Ed25519 digital signiert werden. Die Signaturen entstehen automatisch, Schlüsselwechsel sind jederzeit möglich – ohne bestehende Daten zu verändern. Erste Client-SDKs für die Verifikation stehen in Go und JavaScript bereit, weitere Sprachen sind angekündigt.

Neben technischen Neuerungen bringt die EventSourcingDB 1.1 auch organisatorische Erleichterung: Eine Managed-Version steht nun als Private Beta zur Verfügung. Setup, Monitoring, Updates und Backups übernimmt dabei das Team der native web GmbH – ideal für kleine Teams und Startups, die sich nicht um den Betrieb kümmern möchten.

Auch im Detail hat sich viel getan: Der EventQL-Editor kann jetzt Event-Typen automatisch vervollständigen, die API wurde vereinheitlicht, die Benutzeroberfläche dezent überarbeitet und zahlreiche Hintergrundoptimierungen verbessern die Stabilität.

Die EventSourcingDB ist als Docker-Image und als Binary für Linux, macOS und Windows erhältlich. Offizielle Client-SDKs gibt es unter anderem für Go, TypeScript, .NET, PHP, Python und Rust. Die kostenlose Version erlaubt bis zu 25.000 Events pro Instanz. Wer mehr braucht, kann eine kommerzielle Lizenz erwerben.

 

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