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Lesedauer 3 Min.

DWX hakt nach: Wie stellt man Daten besonders lesbar dar?

Dass das Design von Websites maßgeblich für die Lesbarkeit der Inhalte verantwortlich ist, ist klar. Das gleiche gilt aber auch für die Aufbereitung von Daten für Berichte. Worauf besonders zu achten ist, erklären Dr. Ina Humpert und Dr. Julia Norget.
© Developer World

Barrierefreiheit, Design und die richtige Farbwahl spielen nicht nur bei der Gestaltung von Internetseiten eine Rolle. Diese Attribute sind auch beim Reporting wichtig, um Berichte für die Zielgruppe nutzbar zu machen. DWX Developer Week hat die beiden Expertinnen Dr. Ina Humpert und Dr. Julia Norget befragt, auf was zu achten ist. Ina ist IT-Beraterin mit den Schwerpunkten Daten und Business Intelligence. Julia ist IT-Beraterin mit dem Schwerpunkt Data Science. Beide bringen umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Datenbanken und Datenanalyse mit und sind bei der viadee IT-Unternehmensberatung beschäftigt.

Warum wird Barrierefreiheit in der Datenvisualisierung noch immer häufig unterschätzt – und was sollte sich daran ändern?

Dr. Ina Humpert: Bei der Entwicklung von Webseiten ist das Thema Barrierefreiheit stärker im Fokus. In der Datenvisualisierung wird es jedoch oft noch unterschätzt, weil viele Entwickler:innen sich der Vielfalt der Nutzer:innen nicht bewusst sind. Dadurch werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer:innen leicht übersehen. Dadurch wird nicht an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer gedacht. Bei Visualisierungen mit Nutzer:innen, die man nicht kennt, sollte man seine Zielgruppe definieren und automatische Prüfungen in den Entwicklungsprozess miteinbauen.

Was sind typische Designfehler, die dazu führen, dass Dashboards in Power BI oder Python nicht verständlich oder zugänglich sind?

Dr. Julia Norget: Typische Designfehler umfassen Layouts mit zu vielen Informationen, die die Nutzer nicht einordnen können. Dies kann verschiedene Gründe haben. Ein besonders häufiges Problem ist die Verwendung von Farben und Schriftarten, die für Menschen mit Farbsinnstörungen schwer zu erkennen sind. Auch überladene Layouts mit zu vielen Informationen sind problematisch. Ein solches Design kann für Personen mit unterschiedlichen Wissensständen zusätzliche Barrieren aufbauen. Zudem werden interaktive Elemente oft unzureichend beschriftet oder erklärt, was die Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit weiter einschränkt.

Wie kann man die Zielgruppe bei der Gestaltung eines Dashboards konkret berücksichtigen – jenseits von allgemeinen Designrichtlinien?

Ina: Um die Zielgruppe bei der Gestaltung eines Dashboards konkret zu berücksichtigen, sollte man sich als erstes bewusst machen, wer zur Zielgruppe gehört. Danach sollten im besten Fall Interviews durchgeführt werden, um die spezifischen Bedürfnisse, Abläufe und Vorwissen der Zielgruppen zu verstehen. Eventuell kann hier auch auf vorhandenes Wissen zur Zielgruppe zurückgegriffen werden. Darüber hinaus können prototypische Tests mit echten Nutzern helfen, Feedback zu sammeln oder Kontrastchecker und Farbsinnstörungssimulatoren verwendet werden.

Wer mehr wissen will, sollte auf die DWX kommen und den Vortrag von Ina und Julia am 3. Juli 2025 um 15.00 Uhr besuchen.

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