Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Software-Lifecycle 2.0

Die IAIC 2026 erklärte 140 Teilnehmenden, wie KI den Software-Lifecycle umkrempelt.
Ab in die Realität: Wolfgang Keller (links, objectarchitects) und Alexander Hofmann (MaibornWolff) zählten die Probleme bei der Entwicklung mit der KI auf.

Ab in die Realität: Wolfgang Keller (links, objectarchitects) und Alexander Hofmann (MaibornWolff) zählten die Probleme bei der Entwicklung mit der KI auf.

© Foto: Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave

Denkanstöße von Anfang an: Statt eines Menschen aus Fleisch und Blut begrüßte ein KI-Avatar die Teilnehmer:innen. Danach ging es auf der Infinite AI Conference 2026 (IAIC) im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim zwei Tage lang um eine einzige Frage: Wie sieht Softwareentwicklung heute aus, wenn man die KI als festes Tool mit einbezieht? 140 Entwickler:innen wollten das genau wissen. Die Konferenz folgte den Stationen des Software-Lifecycle – von den Anforderungen bis zum Monitoring. Für jeden Schritt gab es eine 90-minütige Session. Zusammengefasst lautete die Botschaft: LLMs neben der Implementation auch bei allen anderen Schritten einsetzen. Heute! Jetzt! 

Der erste Tag: Weg mit dem Halbwissen

Den kritischen Ton gaben Wolfgang Keller (objectarchitects) und Alexander Hofmann (MaibornWolff) in ihrer Eröffnungskeynote vor. Sie räumten mit Halbwissen auf – und benannten ein Problem, das in der Branche gerne verdrängt wird: Die Nutzung von LLMs kostet inzwischen richtig Geld. Entwick­ler:innen zu entlassen, um das zu kompensieren, halten die beiden für fragwürdig. Danach stellte Martin Buske (Buske Consulting) die Frage, ob klassische Requirements-Dokumente bald ausgedient haben. „Prompts statt Product Requirements Documents (PRD)“, so der Titel seiner Session, und die Frage, was danach kommt, blieb bewusst offen. 

Im Anschluss nahm Christian Schrödel (e.solutions) die Architektenperspektive ein: Architekturwissen existiert in den meisten Teams zwar irgendwo – in Dokumenten, in Meetings, in den Köpfen erfahrener Kolleg:innen –, wird im Alltag aber selten genutzt. Schrödel erklärte, wie KI-Agenten bestehende Dokumentation wieder nutzbar machen können. 

Olena Borzenko (rechts, Xebia) und Marie-­Theresa Brosig (links, GitHub) zeigten, wie sich die Softwareentwicklung in eine AI-native Zukunft wandelt

Olena Borzenko (rechts, Xebia) und Marie-­Theresa Brosig (links, GitHub) zeigten, wie sich die Softwareentwicklung in eine AI-native Zukunft wandelt

© Foto: Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave

Am Nachmittag zeigten Olena Borzenko (Xebia) und Marie-­Theresa Brosig (GitHub) in „You are here: How software development is changing in an AI-native future“ eine Standortbestimmung, die für einige unbequeme Wahrheiten sorgte. 

Den Abschluss machte Patrick Schnell (schnell.digital) mit einer steilen ­These: Nähern wir uns dem letzten Coding-Jahr? Seine Session über den Einfluss von Claude Code auf die Softwareentwicklung lieferte reichlich Diskussionsstoff.

In der Keynote am zweiten Tag erklärten Dr.-Ing. Dehla Sokenou (links, WPS) und Harald Störrle (rechts, QAware), wie stark KI klassische Qualitätssicherungsprozesse auf den Kopf stellt

In der Keynote am zweiten Tag erklärten Dr.-Ing. Dehla Sokenou (links, WPS) und Harald Störrle (rechts, QAware), wie stark KI klassische Qualitätssicherungsprozesse auf den Kopf stellt

© Foto: Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave

Der zweite Tag: Alles muss sich ändern

Der Keynote-Titel von Dr.-Ing. Dehla Sokenou (WPS) und Harald Störrle (QAware) klingt paradox: Damit am Ende alles gleich bleibt, muss sich in Sachen Softwarequalität alles ändern. Gemeint ist damit, wie stark KI klassische Qualitätssicherungsprozesse auf den Kopf stellt. Allein das nichtdeterministische Verhalten der LLMs sorgt bei der Qualitätssicherung für massive Probleme. 

 

Luca Ortiz (Nelta) zeigte, wie KI-gestützte Testfallgenerierung aus User Stories funktioniert und warum fachliche Präzision dabei über Schein-Coverage entscheidet

Luca Ortiz (Nelta) zeigte, wie KI-gestützte Testfallgenerierung aus User Stories funktioniert und warum fachliche Präzision dabei über Schein-Coverage entscheidet

© Foto: Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave

Weiter ging es mit Alexander Rampp (Xitaso), der der Frage nachging, ob KI beim Testen wirklich ein Gamechanger ist. Luca Ortiz (Nelta) widmete sich anschließend dem Systemtest, bevor Yuriy Varshavskyy (Xebia) das große Bild zeichnete: Wie KI den gesamten Software Delivery Lifecycle neu schreibt, von der ersten Zeile Code bis zum Roll-out. Den Schlusspunkt setzten Jonathan David und Harald Binkle (beide Xebia) mit einem Thema, das in KI-Diskussionen sonst gerne hinten runterfällt – AIOps und die KI-gestützte Wartung von Softwaresystemen.

 

Bei der gemeinsamen Casino Night mit den Teilnehmenden der DWX 2026 wurde an Spiel­tischen mit Profi-Croupiers um echte Jetons gepokert, gewürfelt und Roulette gespielt.

Bei der gemeinsamen Casino Night mit den Teilnehmenden der DWX 2026 wurde an Spiel­tischen mit Profi-Croupiers um echte Jetons gepokert, gewürfelt und Roulette gespielt. 

© Foto: Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave

Neueste Beiträge

Laufzeitgewinn messen - Schnellere .NET-CI-Pipelines mit Test Sharding, Teil 4
Mehr Shards können das Feedback beschleunigen, aber auch zugleich die CI-Kosten erhöhen. Ein Vergleich mit zwei Referenzläufen zeigt, wo sich zusätzliche Runner lohnen. Ebenso wichtig ist der Nachweis, dass weiterhin alle vorgesehenen Tests laufen.
6 Minuten
GitLab CI mit Testreports einrichten - Schnellere .NET-CI-Pipelines mit Test Sharding, Teil 3
GitLab liefert die Shard-Nummern direkt an Meziantou.ShardedTest. Für aussagekräftige Ergebnisse im Merge Request braucht es zusätzlich passende Reports. Bei Integrationstests entscheidet die Trennung der Testdaten über zuverlässige Parallelläufe.
6 Minuten
KI in Anwendungen mit Microsoft Graph - Connected Apps mit .NET, Teil 4
Eine .NET-App verbindet Microsoft-365-Daten mit semantischer Suche und einem Sprachmodell und erzeugt daraus kontextbezogene Antworten.
9 Minuten

Das könnte Dich auch interessieren

Vier Tage .NET, KI und Community - Konferenz
Community-Feeling auf der .NET Developer Conference 2026: Vier Tage KI und Microsoft .NET in einem Konferenzprogramm, das sich gewaschen hat.
3 Minuten
10. Sep 2026
Lern! Dich! Schlau! - .NET Developer Conference 2026
Neu erworbenes Wissen, Austausch in den Gesprächen und hervorragendes Essen: Die DDC bietet Teilnehmenden ein Komplettpaket für die Fortbildung in .NET und KI.
6 Minuten
14. Okt 2026
AIOps: Wie KI Softwaresysteme am Leben hält - Interview
AIOps verspricht proaktives statt reaktives Monitoring. Harald Binkle (Xebia) erklärt im DWX-Interview, wie Azure Smart Detection Anomalien erkennt und Copilot automatisch Patches vorschlägt.
16. Sep 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige