Mal ehrlich: Wie oft habt Ihr Barrierefreiheit wirklich von Anfang an mitgedacht? Nicht am Ende, nicht "kurz noch drüber schauen", sondern von Tag eins? Genau da liegt das Problem – und genau darüber haben wir mit Maria Korneeva gesprochen. Sie ist nicht nur Frontend Tech Lead mit Schwerpunkt auf Angular, sondern auch Track Chair für Web Frontend und Sprecherin der DWX.
Im Interview erklärt sie, warum Web Accessibility kein lästiges Pflichtfeld im Backlog ist, sondern schlicht gutes Handwerk. Und sie hat einige spannende Technologien im Gepäck: WCAG 3 kommt irgendwann, ARIA Notify macht Live-Updates für assistive Technologien endlich verlässlich, und mit dem Accessible Perceptual Contrast Algorithm wird Farbkontrast endlich so gemessen, wie wir Menschen Farben tatsächlich wahrnehmen – inklusive Schriftgröße, Dark Mode und Co.
Dazu gibt's einen ehrlichen Reality-Check zum Thema KI: Ja, sie kann beim Schreiben von accessible Code helfen – aber nur, wenn man's explizit einfordert. Denn trainiert wurde sie auf dem ganzen nicht-barrierefreien Zeugs, das schon im Netz rumfliegt. Garbage in, garbage out, sozusagen.
Und Marias persönliche Motivation? Die ist ziemlich simpel und gleichzeitig ziemlich überzeugend: Wer sich mit Accessibility beschäftigt, versteht das Web besser. Punkt. Das macht aus Dir eine bessere Entwicklerin, einen besseren Entwickler – unabhängig davon, ob Du gerade für eine gesetzliche Anforderung oder aus Überzeugung baust.
Maria Korneeva ist ein Frontend Technology Lead mit Schwerpunkt auf Angular. Sie schreibt für ng-conf und spricht gelegentlich auf Tech-Meetups und Konferenzen. In ihren Tweets und Artikeln teilt Maria gerne ihre Erkenntnisse aus dem täglichen Programmieralltag. Wissenswert: Sie illustriert ihre Geschichten selbst, weil sie gerne zeichnet.Die DWX steht seit über 12 Jahrenfür technologische Vielfalt, exzellente Inhalte und echte Praxis-Expertise. Das Community Event.